Starke Verringerung der Methanemissionen durch Kalkstickstoff

2023 ging knapp ein Fünftel der Methanemissionen aus der deutschen Nutztierhaltung auf das Konto der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, also Gülle und Gärresten (UBA 2025). Die vorhandenen technischen Ansätze, diese Emissionen zu mindern, sind oft mit hohem baulichem und finanziellem Aufwand verbunden, wie die gasdichte Abdeckung von Güllelagern. Im Projekt EMeRGE nahmen die Forschenden mit dem Kalkstickstoff-Additiv gezielt ein technisch einfaches Verfahren in den Blick, das sich praktisch in jedem Betrieb umsetzen lässt. Damit konnten sie einen fast vollständigen Rückgang der Methanemissionen durch das Additiv nachweisen.

 

Neben der Verminderung der Methanemissionen sollte im Projekt auch der Ertrag aus Biogasproduktion und darüber hinaus die Produktion qualitativ hochwertiger und umweltfreundlicher organischer Dünger für die Landwirtschaft durch den Einsatz von Kalkstickstoff untersucht werden.

 

Verringerung der Methan- und Lachgasemissionen

Im Technikumsmaßstab konnte das Forscherteam bei sommerlichen Temperaturen einen fast vollständigen Rückgang der Methanemissionen durch das Additiv nachweisen: Rinder- oder Schweinegülle emittierten bis zu 97 Prozent weniger Methan als herkömmlich gelagerte. Im Winter und bei Gärresten fiel der Rückgang zwar geringer aus oder benötigte höhere Kalkstickstoffzugaben, war aber immer noch erheblich. Ähnliche Ergebnisse erzielten realitätsnahe Versuche im 1.000-Liter-Maßstab.

Die Lachgas(N2O)emissionen ließen sich durch Kalkstickstoff vor allem während der Lagerung senken. Bei der Ausbringung additivierter Wirtschaftsdünger auf dem Acker gingen die N2O- Emissionen hingegen nicht signifikant zurück.

 

Höhere Methanerträge für Biogasproduktion

Auf die Vergärung der Wirtschaftsdünger zur Nutzung behandelter Güllen für die Biogasproduktion sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls positive Auswirkungen möglich: Bei höheren Temperaturen, einem nicht zu hoch dosierten Additiv und einer ausreichend langen Lagerung ab 14 Tagen steigen die Methanerträge gegenüber unbehandelt gelagertem Wirtschaftsdünger. Im Projekt lag das Plus bei bis zu 11 Prozent. Sind diese Voraussetzungen hingegen nicht gegeben, kann es auch zu einer Hemmung des Biogasprozesses und sinkenden Methanerträgen kommen.

 

Höhere Stickstoffeffizienz – geringere Düngerkosten

Kalkstickstoff verzögert die Stickstoff(N)-Umsetzung in Gülle und Gärresten durch eine vorübergehende Inaktivierung der Mikroorganismen. In der Forschungsliteratur wird über eine Senkung der Stickstoff-Verluste im Lager um 96 Prozent berichtet. Die damit in den Wirtschaftsdüngern verbleibende größere Stickstoffmenge kann potenziell Mineraldünger ersetzen und dessen Effizienz und Wirtschaftlichkeit verbessern.

Die Forschenden berechneten in Szenarien, dass die Mineraldüngerkosten so insbesondere in Landkreisen mit einem hohen Anteil an Nutztierhaltung deutlich – um bis zu 22 Prozent – sinken können.

Auswirkungen auf die Mikrobiologie

Im Projekt wurden auch die Auswirkungen auf die in den jeweiligen Systemen vorhandenen mikrobiellen Gemeinschaften genauer untersucht. Im Ergebnis komme es laut den Forschenden als Folge der Kalkstickstoffzugabe zu erheblichen Umstrukturierungen; einige prozessrelevante Mikroorganismen werden inaktiviert, andere beginnen sich im System neu zu etablieren – man spricht von funktioneller Redundanz, so dass im Ergebnis wichtige Leistungen wie die Methanogenese oder essentielle Nährstoffkreisläufe im Boden erhalten bleiben.

 

Links

Das Vorhaben EMeRGE wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.

Der Projekt-Abschlussbericht

Er enthält auch Anwendungs- und Dosierempfehlungen und eine Beispielkalkulation zur Treibhausgasminderung im Produktionsverfahren Milchkuhhaltung.

Starke Verringerung der Methanemissionen durch Kalkstickstoff

2023 ging knapp ein Fünftel der Methanemissionen aus der deutschen Nutztierhaltung auf das Konto der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, also Gülle und Gärresten (UBA 2025). Die vorhandenen technischen Ansätze, diese Emissionen zu mindern, sind oft mit hohem baulichem und finanziellem Aufwand verbunden, wie die gasdichte Abdeckung von Güllelagern. Im Projekt EMeRGE nahmen die Forschenden mit dem Kalkstickstoff-Additiv gezielt ein technisch einfaches Verfahren in den Blick, das sich praktisch in jedem Betrieb umsetzen lässt. Damit konnten sie einen fast vollständigen Rückgang der Methanemissionen durch das Additiv nachweisen.

 

Neben der Verminderung der Methanemissionen sollte im Projekt auch der Ertrag aus Biogasproduktion und darüber hinaus die Produktion qualitativ hochwertiger und umweltfreundlicher organischer Dünger für die Landwirtschaft durch den Einsatz von Kalkstickstoff untersucht werden.

 

Verringerung der Methan- und Lachgasemissionen

Im Technikumsmaßstab konnte das Forscherteam bei sommerlichen Temperaturen einen fast vollständigen Rückgang der Methanemissionen durch das Additiv nachweisen: Rinder- oder Schweinegülle emittierten bis zu 97 Prozent weniger Methan als herkömmlich gelagerte. Im Winter und bei Gärresten fiel der Rückgang zwar geringer aus oder benötigte höhere Kalkstickstoffzugaben, war aber immer noch erheblich. Ähnliche Ergebnisse erzielten realitätsnahe Versuche im 1.000-Liter-Maßstab.

Die Lachgas(N2O)emissionen ließen sich durch Kalkstickstoff vor allem während der Lagerung senken. Bei der Ausbringung additivierter Wirtschaftsdünger auf dem Acker gingen die N2O- Emissionen hingegen nicht signifikant zurück.

 

Höhere Methanerträge für Biogasproduktion

Auf die Vergärung der Wirtschaftsdünger zur Nutzung behandelter Güllen für die Biogasproduktion sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls positive Auswirkungen möglich: Bei höheren Temperaturen, einem nicht zu hoch dosierten Additiv und einer ausreichend langen Lagerung ab 14 Tagen steigen die Methanerträge gegenüber unbehandelt gelagertem Wirtschaftsdünger. Im Projekt lag das Plus bei bis zu 11 Prozent. Sind diese Voraussetzungen hingegen nicht gegeben, kann es auch zu einer Hemmung des Biogasprozesses und sinkenden Methanerträgen kommen.

 

Höhere Stickstoffeffizienz – geringere Düngerkosten

Kalkstickstoff verzögert die Stickstoff(N)-Umsetzung in Gülle und Gärresten durch eine vorübergehende Inaktivierung der Mikroorganismen. In der Forschungsliteratur wird über eine Senkung der Stickstoff-Verluste im Lager um 96 Prozent berichtet. Die damit in den Wirtschaftsdüngern verbleibende größere Stickstoffmenge kann potenziell Mineraldünger ersetzen und dessen Effizienz und Wirtschaftlichkeit verbessern.

Die Forschenden berechneten in Szenarien, dass die Mineraldüngerkosten so insbesondere in Landkreisen mit einem hohen Anteil an Nutztierhaltung deutlich – um bis zu 22 Prozent – sinken können.

Auswirkungen auf die Mikrobiologie

Im Projekt wurden auch die Auswirkungen auf die in den jeweiligen Systemen vorhandenen mikrobiellen Gemeinschaften genauer untersucht. Im Ergebnis komme es laut den Forschenden als Folge der Kalkstickstoffzugabe zu erheblichen Umstrukturierungen; einige prozessrelevante Mikroorganismen werden inaktiviert, andere beginnen sich im System neu zu etablieren – man spricht von funktioneller Redundanz, so dass im Ergebnis wichtige Leistungen wie die Methanogenese oder essentielle Nährstoffkreisläufe im Boden erhalten bleiben.

 

Links

Das Vorhaben EMeRGE wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.

Der Projekt-Abschlussbericht

Er enthält auch Anwendungs- und Dosierempfehlungen und eine Beispielkalkulation zur Treibhausgasminderung im Produktionsverfahren Milchkuhhaltung.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Fast Hälfte getesteter Haaröle enthält problematische Chemikalien

Haaröle versprechen glänzendes Haar bis in die Spitzen. Doch wie bedenkenlos lassen sich diese tatsächlich verwenden? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit vier europäischen Verbraucherschutzorganisationen Haaröle unter die Lupe genommen. Fast die Hälfte der 40 in Österreich erhältlichen Produkte enthält problematische Chemikalien, etwa potenziell hormonell wirksame oder umweltpersistente Substanzen. 

 

Die Untersuchung wurde gemeinsam mit Verbraucherorganisationen aus Dänemark, Norwegen, der Tschechischen Republik und Slowenien durchgeführt. Die Bewertung der Produkte basiert auf der vom Hersteller angegebenen Liste der Inhaltsstoffe und erfolgt nach dem Ampelprinzip. Keines der untersuchten Haaröle ist frei von problematischen Substanzen: 22 Produkte erhielten eine „gelbe“, 18 eine „rote“ Bewertung.

Allergene Duftstoffe

Immerhin 22 Haaröle wurden mit „Gelb“ bewertet, darunter sechs von sieben getesteten Naturkosmetik-Produkten. „Damit wurden jene Produkte eingestuft, die zwar frei von vielen kritischen Stoffen sind, aber einzelne Inhaltsstoffe enthalten, auf die sensible oder umweltbewusste Nutzer:innen achten sollten“, erklärt VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. „Dazu zählen etwa Duftstoffe wie Limonene, die Allergien auslösen oder auch umweltschädlich wirken können.“

Im Durchschnitt enthalten die getesteten Produkte 4,6 potenzielle allergene Duftstoffe. Einen unrühmlichen Spitzenplatz nimmt das „Haaröl Plex Boost“ von Aveo Professionals mit elf potenziell allergenen Duftstoffen ein. Knapp dahinter folgt das „Gliss tägliches Öl-Elixir“ von Schwarzkopf mit zehn problematischen Duftstoffen. Letzteres erhielt sogar eine „rote Bewertung“, da in dem Öl zusätzlich ein potenziell hormonell wirksamer Stoff enthalten ist.

 

Problematische Chemikalien

18 Haaröle erhielten die rote Karte, da sie problematische Substanzen wie potenziell hormonell wirksame oder schwer abbaubare Stoffe enthalten. Bis auf eine Ausnahme ist bei diesen Produkten der Hauptinhaltsstoff synthetischer Natur. Die Spannbreite reicht hier von günstigen Produkten (Balea, Langhaarmädchen) bis hin zu hochpreisigen Marken (Sol de Janeiro, Aveda).

„Grundsätzlich sind die in den Ölen enthaltenen Stoffe zwar gesetzlich zugelassen und das einzelne Produkt ist nicht unmittelbar gefährlich“, erläutert Birgit Schiller. „Dennoch tragen sie zu einer Gesamtbelastung durch problematische Chemikalien bei. Hinzu kommt: Einige dieser Stoffe – die Siloxane D5 und D6 – werden ab Juni 2026 in EU-Kosmetika weitgehend verboten sein.“

D5 und D6 wurden von der EU-Chemikalienbehörde (ECHA) als „besonders besorgniserregend“ eingestuft. Die untersuchten Haaröle von Aussie, Kevin.Murphy, Langhaarmädchen, Pantene Pro-V, Sebastian Professionals und Wella Professionals enthalten diese Substanzen.

 

Viel Synthetik wenig Pflanzenöl

„Die Untersuchung zeigt, dass sich unter dem Begriff ,Haaröl‘ am Markt überwiegend synthetische Produkte finden. Synthetische Lösungsmittel und Silikone werden häufig eingesetzt, teilweise ergänzt durch Pflanzenöle“, so Birgit Schiller. „Nur wenige Haaröle bestehen tatsächlich aus einer Mischung von pflanzlichen Ölen.“ Besonders dreist ist die Aufmachung des untersuchten Haaröls von „Hairlust“: Hier wird mit dem Zusatz „organic“ geworben, obwohl das Produkt hauptsächlich aus Silikonen und synthetischem Öl besteht.

Birgit Schiller empfiehlt, einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen. „Bei Kosmetika ist es ähnlich wie bei verpackten Lebensmitteln: Je höher der Anteil einer Substanz, desto weiter oben muss sie gelistet sein.“ Findet sich an erster Stelle ein Silikon, wie Cyclopentasiloxan, besteht das Produkt oft vornehmlich aus künstlichen Inhaltsstoffen.

Der abschließende Tipp der Expertin: „Für die Pflege trockener Haarspitzen oder Locken eignen sich auch pure Öle wie Kokosöl oder Sonnenblumenkernöl sehr gut – dafür braucht es keine ausgeklügelte Mischung. Und nicht zuletzt: Geschädigtes Haar kann durch ein Haaröl zudem ohnehin nicht repariert werden.“

 

Link

Ausführliche Informationen zum Thema gibt es ab 29.01.2026 in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/haaroel-2026.

Fast Hälfte getesteter Haaröle enthält problematische Chemikalien

Haaröle versprechen glänzendes Haar bis in die Spitzen. Doch wie bedenkenlos lassen sich diese tatsächlich verwenden? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit vier europäischen Verbraucherschutzorganisationen Haaröle unter die Lupe genommen. Fast die Hälfte der 40 in Österreich erhältlichen Produkte enthält problematische Chemikalien, etwa potenziell hormonell wirksame oder umweltpersistente Substanzen. 

 

Die Untersuchung wurde gemeinsam mit Verbraucherorganisationen aus Dänemark, Norwegen, der Tschechischen Republik und Slowenien durchgeführt. Die Bewertung der Produkte basiert auf der vom Hersteller angegebenen Liste der Inhaltsstoffe und erfolgt nach dem Ampelprinzip. Keines der untersuchten Haaröle ist frei von problematischen Substanzen: 22 Produkte erhielten eine „gelbe“, 18 eine „rote“ Bewertung.

Allergene Duftstoffe

Immerhin 22 Haaröle wurden mit „Gelb“ bewertet, darunter sechs von sieben getesteten Naturkosmetik-Produkten. „Damit wurden jene Produkte eingestuft, die zwar frei von vielen kritischen Stoffen sind, aber einzelne Inhaltsstoffe enthalten, auf die sensible oder umweltbewusste Nutzer:innen achten sollten“, erklärt VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. „Dazu zählen etwa Duftstoffe wie Limonene, die Allergien auslösen oder auch umweltschädlich wirken können.“

Im Durchschnitt enthalten die getesteten Produkte 4,6 potenzielle allergene Duftstoffe. Einen unrühmlichen Spitzenplatz nimmt das „Haaröl Plex Boost“ von Aveo Professionals mit elf potenziell allergenen Duftstoffen ein. Knapp dahinter folgt das „Gliss tägliches Öl-Elixir“ von Schwarzkopf mit zehn problematischen Duftstoffen. Letzteres erhielt sogar eine „rote Bewertung“, da in dem Öl zusätzlich ein potenziell hormonell wirksamer Stoff enthalten ist.

 

Problematische Chemikalien

18 Haaröle erhielten die rote Karte, da sie problematische Substanzen wie potenziell hormonell wirksame oder schwer abbaubare Stoffe enthalten. Bis auf eine Ausnahme ist bei diesen Produkten der Hauptinhaltsstoff synthetischer Natur. Die Spannbreite reicht hier von günstigen Produkten (Balea, Langhaarmädchen) bis hin zu hochpreisigen Marken (Sol de Janeiro, Aveda).

„Grundsätzlich sind die in den Ölen enthaltenen Stoffe zwar gesetzlich zugelassen und das einzelne Produkt ist nicht unmittelbar gefährlich“, erläutert Birgit Schiller. „Dennoch tragen sie zu einer Gesamtbelastung durch problematische Chemikalien bei. Hinzu kommt: Einige dieser Stoffe – die Siloxane D5 und D6 – werden ab Juni 2026 in EU-Kosmetika weitgehend verboten sein.“

D5 und D6 wurden von der EU-Chemikalienbehörde (ECHA) als „besonders besorgniserregend“ eingestuft. Die untersuchten Haaröle von Aussie, Kevin.Murphy, Langhaarmädchen, Pantene Pro-V, Sebastian Professionals und Wella Professionals enthalten diese Substanzen.

 

Viel Synthetik wenig Pflanzenöl

„Die Untersuchung zeigt, dass sich unter dem Begriff ,Haaröl‘ am Markt überwiegend synthetische Produkte finden. Synthetische Lösungsmittel und Silikone werden häufig eingesetzt, teilweise ergänzt durch Pflanzenöle“, so Birgit Schiller. „Nur wenige Haaröle bestehen tatsächlich aus einer Mischung von pflanzlichen Ölen.“ Besonders dreist ist die Aufmachung des untersuchten Haaröls von „Hairlust“: Hier wird mit dem Zusatz „organic“ geworben, obwohl das Produkt hauptsächlich aus Silikonen und synthetischem Öl besteht.

Birgit Schiller empfiehlt, einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen. „Bei Kosmetika ist es ähnlich wie bei verpackten Lebensmitteln: Je höher der Anteil einer Substanz, desto weiter oben muss sie gelistet sein.“ Findet sich an erster Stelle ein Silikon, wie Cyclopentasiloxan, besteht das Produkt oft vornehmlich aus künstlichen Inhaltsstoffen.

Der abschließende Tipp der Expertin: „Für die Pflege trockener Haarspitzen oder Locken eignen sich auch pure Öle wie Kokosöl oder Sonnenblumenkernöl sehr gut – dafür braucht es keine ausgeklügelte Mischung. Und nicht zuletzt: Geschädigtes Haar kann durch ein Haaröl zudem ohnehin nicht repariert werden.“

 

Link

Ausführliche Informationen zum Thema gibt es ab 29.01.2026 in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/haaroel-2026.

Fast Hälfte getesteter Haaröle enthält problematische Chemikalien

Haaröle versprechen glänzendes Haar bis in die Spitzen. Doch wie bedenkenlos lassen sich diese tatsächlich verwenden? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit vier europäischen Verbraucherschutzorganisationen Haaröle unter die Lupe genommen. Fast die Hälfte der 40 in Österreich erhältlichen Produkte enthält problematische Chemikalien, etwa potenziell hormonell wirksame oder umweltpersistente Substanzen. 

 

Die Untersuchung wurde gemeinsam mit Verbraucherorganisationen aus Dänemark, Norwegen, der Tschechischen Republik und Slowenien durchgeführt. Die Bewertung der Produkte basiert auf der vom Hersteller angegebenen Liste der Inhaltsstoffe und erfolgt nach dem Ampelprinzip. Keines der untersuchten Haaröle ist frei von problematischen Substanzen: 22 Produkte erhielten eine „gelbe“, 18 eine „rote“ Bewertung.

Allergene Duftstoffe

Immerhin 22 Haaröle wurden mit „Gelb“ bewertet, darunter sechs von sieben getesteten Naturkosmetik-Produkten. „Damit wurden jene Produkte eingestuft, die zwar frei von vielen kritischen Stoffen sind, aber einzelne Inhaltsstoffe enthalten, auf die sensible oder umweltbewusste Nutzer:innen achten sollten“, erklärt VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. „Dazu zählen etwa Duftstoffe wie Limonene, die Allergien auslösen oder auch umweltschädlich wirken können.“

Im Durchschnitt enthalten die getesteten Produkte 4,6 potenzielle allergene Duftstoffe. Einen unrühmlichen Spitzenplatz nimmt das „Haaröl Plex Boost“ von Aveo Professionals mit elf potenziell allergenen Duftstoffen ein. Knapp dahinter folgt das „Gliss tägliches Öl-Elixir“ von Schwarzkopf mit zehn problematischen Duftstoffen. Letzteres erhielt sogar eine „rote Bewertung“, da in dem Öl zusätzlich ein potenziell hormonell wirksamer Stoff enthalten ist.

 

Problematische Chemikalien

18 Haaröle erhielten die rote Karte, da sie problematische Substanzen wie potenziell hormonell wirksame oder schwer abbaubare Stoffe enthalten. Bis auf eine Ausnahme ist bei diesen Produkten der Hauptinhaltsstoff synthetischer Natur. Die Spannbreite reicht hier von günstigen Produkten (Balea, Langhaarmädchen) bis hin zu hochpreisigen Marken (Sol de Janeiro, Aveda).

„Grundsätzlich sind die in den Ölen enthaltenen Stoffe zwar gesetzlich zugelassen und das einzelne Produkt ist nicht unmittelbar gefährlich“, erläutert Birgit Schiller. „Dennoch tragen sie zu einer Gesamtbelastung durch problematische Chemikalien bei. Hinzu kommt: Einige dieser Stoffe – die Siloxane D5 und D6 – werden ab Juni 2026 in EU-Kosmetika weitgehend verboten sein.“

D5 und D6 wurden von der EU-Chemikalienbehörde (ECHA) als „besonders besorgniserregend“ eingestuft. Die untersuchten Haaröle von Aussie, Kevin.Murphy, Langhaarmädchen, Pantene Pro-V, Sebastian Professionals und Wella Professionals enthalten diese Substanzen.

 

Viel Synthetik wenig Pflanzenöl

„Die Untersuchung zeigt, dass sich unter dem Begriff ,Haaröl‘ am Markt überwiegend synthetische Produkte finden. Synthetische Lösungsmittel und Silikone werden häufig eingesetzt, teilweise ergänzt durch Pflanzenöle“, so Birgit Schiller. „Nur wenige Haaröle bestehen tatsächlich aus einer Mischung von pflanzlichen Ölen.“ Besonders dreist ist die Aufmachung des untersuchten Haaröls von „Hairlust“: Hier wird mit dem Zusatz „organic“ geworben, obwohl das Produkt hauptsächlich aus Silikonen und synthetischem Öl besteht.

Birgit Schiller empfiehlt, einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen. „Bei Kosmetika ist es ähnlich wie bei verpackten Lebensmitteln: Je höher der Anteil einer Substanz, desto weiter oben muss sie gelistet sein.“ Findet sich an erster Stelle ein Silikon, wie Cyclopentasiloxan, besteht das Produkt oft vornehmlich aus künstlichen Inhaltsstoffen.

Der abschließende Tipp der Expertin: „Für die Pflege trockener Haarspitzen oder Locken eignen sich auch pure Öle wie Kokosöl oder Sonnenblumenkernöl sehr gut – dafür braucht es keine ausgeklügelte Mischung. Und nicht zuletzt: Geschädigtes Haar kann durch ein Haaröl zudem ohnehin nicht repariert werden.“

 

Link

Ausführliche Informationen zum Thema gibt es ab 29.01.2026 in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/haaroel-2026.

Fast Hälfte getesteter Haaröle enthält problematische Chemikalien

Haaröle versprechen glänzendes Haar bis in die Spitzen. Doch wie bedenkenlos lassen sich diese tatsächlich verwenden? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit vier europäischen Verbraucherschutzorganisationen Haaröle unter die Lupe genommen. Fast die Hälfte der 40 in Österreich erhältlichen Produkte enthält problematische Chemikalien, etwa potenziell hormonell wirksame oder umweltpersistente Substanzen. 

 

Die Untersuchung wurde gemeinsam mit Verbraucherorganisationen aus Dänemark, Norwegen, der Tschechischen Republik und Slowenien durchgeführt. Die Bewertung der Produkte basiert auf der vom Hersteller angegebenen Liste der Inhaltsstoffe und erfolgt nach dem Ampelprinzip. Keines der untersuchten Haaröle ist frei von problematischen Substanzen: 22 Produkte erhielten eine „gelbe“, 18 eine „rote“ Bewertung.

Allergene Duftstoffe

Immerhin 22 Haaröle wurden mit „Gelb“ bewertet, darunter sechs von sieben getesteten Naturkosmetik-Produkten. „Damit wurden jene Produkte eingestuft, die zwar frei von vielen kritischen Stoffen sind, aber einzelne Inhaltsstoffe enthalten, auf die sensible oder umweltbewusste Nutzer:innen achten sollten“, erklärt VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. „Dazu zählen etwa Duftstoffe wie Limonene, die Allergien auslösen oder auch umweltschädlich wirken können.“

Im Durchschnitt enthalten die getesteten Produkte 4,6 potenzielle allergene Duftstoffe. Einen unrühmlichen Spitzenplatz nimmt das „Haaröl Plex Boost“ von Aveo Professionals mit elf potenziell allergenen Duftstoffen ein. Knapp dahinter folgt das „Gliss tägliches Öl-Elixir“ von Schwarzkopf mit zehn problematischen Duftstoffen. Letzteres erhielt sogar eine „rote Bewertung“, da in dem Öl zusätzlich ein potenziell hormonell wirksamer Stoff enthalten ist.

 

Problematische Chemikalien

18 Haaröle erhielten die rote Karte, da sie problematische Substanzen wie potenziell hormonell wirksame oder schwer abbaubare Stoffe enthalten. Bis auf eine Ausnahme ist bei diesen Produkten der Hauptinhaltsstoff synthetischer Natur. Die Spannbreite reicht hier von günstigen Produkten (Balea, Langhaarmädchen) bis hin zu hochpreisigen Marken (Sol de Janeiro, Aveda).

„Grundsätzlich sind die in den Ölen enthaltenen Stoffe zwar gesetzlich zugelassen und das einzelne Produkt ist nicht unmittelbar gefährlich“, erläutert Birgit Schiller. „Dennoch tragen sie zu einer Gesamtbelastung durch problematische Chemikalien bei. Hinzu kommt: Einige dieser Stoffe – die Siloxane D5 und D6 – werden ab Juni 2026 in EU-Kosmetika weitgehend verboten sein.“

D5 und D6 wurden von der EU-Chemikalienbehörde (ECHA) als „besonders besorgniserregend“ eingestuft. Die untersuchten Haaröle von Aussie, Kevin.Murphy, Langhaarmädchen, Pantene Pro-V, Sebastian Professionals und Wella Professionals enthalten diese Substanzen.

 

Viel Synthetik wenig Pflanzenöl

„Die Untersuchung zeigt, dass sich unter dem Begriff ,Haaröl‘ am Markt überwiegend synthetische Produkte finden. Synthetische Lösungsmittel und Silikone werden häufig eingesetzt, teilweise ergänzt durch Pflanzenöle“, so Birgit Schiller. „Nur wenige Haaröle bestehen tatsächlich aus einer Mischung von pflanzlichen Ölen.“ Besonders dreist ist die Aufmachung des untersuchten Haaröls von „Hairlust“: Hier wird mit dem Zusatz „organic“ geworben, obwohl das Produkt hauptsächlich aus Silikonen und synthetischem Öl besteht.

Birgit Schiller empfiehlt, einen Blick auf die Inhaltsstoffliste zu werfen. „Bei Kosmetika ist es ähnlich wie bei verpackten Lebensmitteln: Je höher der Anteil einer Substanz, desto weiter oben muss sie gelistet sein.“ Findet sich an erster Stelle ein Silikon, wie Cyclopentasiloxan, besteht das Produkt oft vornehmlich aus künstlichen Inhaltsstoffen.

Der abschließende Tipp der Expertin: „Für die Pflege trockener Haarspitzen oder Locken eignen sich auch pure Öle wie Kokosöl oder Sonnenblumenkernöl sehr gut – dafür braucht es keine ausgeklügelte Mischung. Und nicht zuletzt: Geschädigtes Haar kann durch ein Haaröl zudem ohnehin nicht repariert werden.“

 

Link

Ausführliche Informationen zum Thema gibt es ab 29.01.2026 in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/haaroel-2026.